Psychische Störungen, besonders Depressionen, führen immer häufiger zu Krankschreibungen. Depressionen beeinträchtigen die Arbeitsfähigkeit und die Lebensqualität massiv. Umgekehrt scheinen bestimmte Arbeitsbedingungen das Depressionsrisiko zu beeinflussen.
Im Ergebnis zeigte sich, dass nur die objektiv bewertete Arbeitsintensität, nicht aber der objektiv bewertete Tätigkeitsspielraum mit dem Auftreten von Depression im Zusammenhang stand. Je höher die objektiv bewertete Arbeitsintensität war, desto häufiger trat Major Depression und Depressivität auf. Damit lassen sich bisherige Befunde zum Zusammenhang von Arbeitsintensität und Depression nicht mit einem methodischen Fehler (common method bias) oder mit einer krankheitsspezifisch veränderten Wahrnehmung der Umwelt und damit auch der Arbeitsmerkmale erklären. Vielmehr belegt die vorliegende Studie, dass sich mit steigender objektiv gegebener Arbeitsintensität sowohl das Risiko für eine Major Depression als auch für Depressivität erhöht.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Untersuchung arbeitsbedingter Ursachen für das Auftreten von depressiven Störungen
Freitag, 9. Juli 2010
Das wird teuer
Deutschlands Arbeitnehmer fehlen immer häufiger wegen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz. Psychisch bedingte Erkrankungen sind dann auch noch für die längsten Fehlzeiten verantwortlich, und die häufigste Ursache für Frühverrentungen.
Hintergrund soll der "steigende Stress einer stark veränderten und beschleunigten Arbeitswelt" sein. Außerdem sollen Arbeitnehmer heute eher in der Lage sein, mit Ärzten über seelische Probleme zu sprechen.
Das ist ja im Grunde nichts neues, und dennoch jedes Jahr eine Meldung wert.
Wenn die verfügbare Gesprächszeit für psychisch Kranke immer weiter verkürzt wird, wird das richtig teuer.
Sonntag, 4. Juli 2010
Berufliche Beratung für psychisch Kranke – Veranstaltung im BTZ am 7.7. 2010
Liebe Kundinnen und Kunden,
wir möchten Sie zu einer weiteren Veranstaltung ins Kölner BTZ einladen:
Unsere Autorin Christiane Haerlin spricht über berufliche Beratung für Menschen, die nach einer psychischen Krise aus dem Berufsleben ausscheiden mussten und einen Wiedereinstieg suchen. Ihr Credo ist, dass berufliche Beratung frühzeitig ansetzen muss, möglichst bereits in der Klinik. Wie diese gelingen kann, das zeigt Christiane Haerlin anregend und ganz praktisch.
Termin: 07. Juli 2010 um 18h
Ort: BTZ Köln, Vogelsanger Str. 193, 50825 Köln
Der Eintritt ist frei!
Flyer mit Anfahrtsbeschreibung
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Psychiatrie-Verlag
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Es gibt hier eine Unterversorgung
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch - Bochum - WAZ - DerWesten
Psychische Erkrankungen sind bei Arbeitnehmern in Bochum auf dem Vormarsch. Das ist ein Ergebnis der Auswertung der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) unter ihren rund 20 000 Versicherten in Bochum. Die Erhebung wurde im Rahmen des jetzt veröffentlichen DAK-Gesundheitsreports 2009 gemacht.
So liegen psychische Erkrankungen mit 15,2 Prozent nur knapp hinter Erkrankungen des Atmungssystems (15,4 vH). Mit 25,5 Prozent aller Erkrankungen liegt das Muskel-Skelett-System an der Spitze. Bei den Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch die Tendenz erkennbar, dass psychische Erkrankungen zugenommen und etwa Verletzungen als Hauptkrankheitsursache mittlerweile überholt haben.
Als Ursachen für die Zunahme psychischer Erkrankungen macht die DAK etwa die erhöhten Belastungen am Arbeitsplatz verantwortlich. Faktoren wie Leistungsdruck, Konkurrenz oder auch drohender Jobverlust werden als konkrete Punkte angeführt.















Kommentare