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Patient in Deutschland - verraten und verkauft

Die Krankenkassenbeiträge steigen und steigen: Ein durchschnittlicher Angestellter arbeitet jedes Jahr ganze zweieinhalb Monate nur für seine Krankenkassenbeiträge - gleichzeitig wird die medizinische Versorgung ständig schlechter. Lange Wartezeiten auf einen Termin beim Facharzt oder in der Klinik sind an der Tagesordnung, bei Medikamenten gibt es nur noch Billigpillen, wer Rückenschmerzen hat und ein Rezept für eine Krankengymnastik ergattert hat, darf sich freuen.

Der Frust der Versicherten sitzt tief. Wie tief, das haben am vergangenen Samstag mehr als 25.000 Patienten gezeigt, die sich zur ersten bundesweiten Patientendemonstration im Münchner Olympiastadion versammelten.

"Allen PR-Nebelbomben von Politikern zum Trotz: Wir haben schon lange eine klammheimliche Rationierung im deutschen Gesundheitswesen. Nur spricht keiner darüber. Das könnte ja Wählerstimmen kosten. Letztlich ist es aber kein anderer als Dr. med. Vater Staat selbst, der hinter den Kulissen die Strippen zieht und der - so scheint es mir - mehr die eigenen Finanzen als die Gesundheit seiner Bürger im Sinne hat", schreibt die Hamburger Fachjournalistin Gaby Guzek in ihrem dieser Tage erscheinenden Buch "Patient in Deutschland - verraten und verkauft."

Sie gibt einen bislang nicht da gewesenen Blick hinter die Kulissen des deutschen Gesundheitswesens: Wussten Sie, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr Geld für ihre eigene Verwaltung ausgeben als für die zahnärztliche Versorgung ihrer Versicherten insgesamt? Oder dass es in Deutschland rund 94.000 Arztpraxen gibt - allerdings 140.000 Krankenkassen-Mitarbeiter? Oder dass das Bundessozialgericht erst kürzlich einen 64jährigen Pathologen dazu verurteilte, auch als Notarzt bereit zu stehen - obwohl der Facharzt seit mehr als 30 Jahren keinen lebenden Patienten mehr zu Gesicht bekommen hat und kurz vor der Rente steht?

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