Äußerungen von Politik oder Krankenkassenverbänden, Kostenerstattung als Transparenzabrechnung sei ein Instrument, um Patienten zu übervorteilen, werden mit Nachdruck zurückgewiesen. Mit dieser Behauptung wird das in weiten Lebensbereichen der sozialen Marktwirtschaft übliche Prinzip, für eine erbrachte Leistung eine Rechnung zu erstellen, in für Ärztinnen und Ärzte inakzeptabler Weise desavouiert. Kostenerstattung hat mit „Vorkasse“ nichts zu tun. Neben der Schaffung von Transparenz dient die Kostenerstattung dem Ziel, ärztliche Leistung nach Qualität und Umfang, wie es nach der Berufsordnung geboten ist, wieder möglich zu machen.
Nur eine von zahlreichen Entschließungen, die auf Antrag der Freien Ärzteschaft verabschiedet wurden.
Die "Initiative Kostenerstattung entwickeln" stellt die Gründe vor, die für eine Ablösung der Sachleistung durch die Kostenerstattung sprechen. Gleichzeitig möchte die Initiative dazu einladen, ein praktisch umsetzbares Konzept auszuarbeiten.
Soeben wurde ich im ARD Mittagsmagazin mit der Aussage zitiert, dass ich auch künftig Reboxetin verschreibe, weil einigen Depressiven schon der Placeboeffekt helfe.
Das ist wieder nicht richtig.
Ich habe gesagt, dass die Behandlung mit Reboxetin - wie bei anderen Antidepressiva auch - bisher in etwa zwei Dritteln der Anwendungsfälle funktioniert hat, und dass der Placeboeffekt bei der Psychopharmakotherapie immer berücksichtigt werden muss.