Doch der Gutachter hatte deutliche Worte gefunden: Wenn Thomas K. keine Medikamente bekommt, wird die Krankheit einen immer schlimmeren Verlauf nehmen. Er hatte dem Beschuldigten ein Risikoprofil bescheinigt.
Na - ein Risikoprofil kann ich jedem bescheinigen. Derzeit werden selbst aus lammfrommen Ärzten wilde Bestien (wg. RLV). Dennoch hat der Richter in diesem Fall die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus abgelehnt. Einerseits, weil die zur Debatte stehenden Delikte "keine Symptomtaten" gewesen seien, andererseits, weil ohnehin eine betreuungsrechtliche Unterbringung "bis September 2009" angeordnet worden sei.
Natürlich nehmen viele Krankheiten ohne Behandlung einen schlimmen Verlauf. Manchmal sogar trotz Behandlung, wenn sie nicht, beziehungsweise zu spät angeboten oder angenommen wird. Selbst dann besteht oft noch Hoffnung.
Es sei denn, die ambulante psychiatrische Versorgung in dieser Stadt wird tatsächlich vorsätzlich gegen die Wand gefahren. Dann bleibt für die Psychotiker nur noch Knast, Sicherungsverwahrung, oder ein Leben auf der Straße. Wie wir es schon mal hatten, vor mehr als hundert Jahren.
[Eine Zeitung] hatte kritisch über einen überflüssigen und teuren Kino-Werbespot für die gesetzlichen Krankenkassen geschrieben. Deshalb droht das Bundesgesundheitsministerium von Ulla Schmidt (SPD) [der Zeitung] jetzt mit dem Entzug von bezahlten Werbeanzeigen!
Von [dieser Zeitung] kann man ja halten, was man will - ich halte nichts davon.
Noch weniger aber halte ich von einem politischen Verfahren, durch Massenmedien vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte Inhalte zu unterdrücken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden. Es ist zwar nicht das erste Mal, und es ist vermutlich nicht das letzte. Aber es ist das Allerletzte.
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat im Patentstreit um sein Neuroleptikum Zyprexa (Olanzapin) einen entscheidenden Sieg errungen. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellt in seinem gestern gefällten Urteil das Patent für das Originalprodukt rechtskräftig wieder her. „Mit der Entscheidung des BGH muss jeder Vertrieb von generischem Olanzapin eingestellt werden”, teilte Lilly mit.
Wenn das Telefon klingelt und Heike Spitzer den Hörer abhebt, dann weiß sie nie, was sie jetzt erwartet. Mal sind es psychisch kranke Menschen, die bei der Einsatzleiterin des Wuppertaler Krisendienstes Rat und Trost suchen. Mal sind es besorgte Angehörige, die Angst um ein Familienmitglied haben. Mal sind es Menschen, die kurz vor dem Selbstmord stehen. „Es gibt wirklich nichts, was wir noch nicht erlebt haben“, sagt Spitzer.