Skip to content

Für Monster haben wir die Psychiatrie

Ein Schreiberling drischt Phrasen

Wagner!

Um es mal (fast) mit deinen eigenen Worten zu sagen:

Verfluchter Schreiberling! Ich muss mich sehr beherrschen, dich hinterhältigen elendigen Rabulisten nicht windelweich zu prügeln. Ich bin ziemlich sicher, dass mein Prügelimpuls kein Befremden auslöst, weil man dir die erforderliche Achtung der Menschenwürde ganz offensichtlich sehr drastisch nahebringen  muss.

Du wirfst zwar nicht mit Holzklötzen, aber du wirfst mit Worten.

Für solche Monster haben wir die Bildzeitung. Solche Monster werden dort am Schreibtisch festgeschnallt.

Herzlichst

Zwei-Klassen-Medizin

Unterschiedliche Wartezeiten für gesetzlich und privat Versicherte - was sind die Ursachen? Die Freie Ärzteschaft informiert:

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen immer höhere Beiträge bezahlen. Gleichzeitig bekommen sie immer weniger für ihr Geld. So müssen Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen seit einigen Jahren immer länger auf spezialisierte Untersuchungen und auf geplante Klinikbehandlungen warten. Privatversicherte kommen in Praxis und Klinik schneller dran.

Woran liegt das?

Privatversicherte bezahlen zwar nicht grundsätzlich höhere Beiträge als gesetzlich Versicherte, erhalten aber schneller und bessere Leistungen. Den privaten Krankenkassen ist die Versorgung ihrer Versicherten offenbar mehr Geld wert.

Einst investierten die gesetzlichen Krankenkassen AOK, Barmer und Co. über 20% ihrer hohen Einnahmen für die gesamte ambulante Behandlung in Arztpraxen. Heute sind es nur noch 15%, obwohl niedergelassene Ärzte mehr als 90% der Krankheitsfälle behandeln. Haus- und viele Fachärzte bekommen daher nur noch 7-15 Euro im Monat für die Behandlung eines gesetzlich Versicherten. Das reicht für eine gute Behandlung nicht aus. Wegen der knappen Budgets können Ärzte nur eine begrenzte Zahl von Kassenpatienten versorgen. Dafür ist die Politik verantwortlich.

Wo versickert das Geld der Krankenkassen?

Der Bürokratiewahnsinn verschlingt Unsummen. Durch immer neue „Gesundheitsreformen“ gezwungen, müssen die Krankenkassen in unsinnige Prestigeobjekte der Politik investieren. Die Politik bedient sich im Gesundheitswesen wie auf einem Basar und Milliarden von Euro werden aus der Patientenversorgung in andere Bereiche verschoben. Wo ist das Geld aus der Tabaksteuererhöhung 2003 geblieben? Warum die höhere Mehrwertsteuer auf Medikamente?

Politik ohne Verantwortung!

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach, seit Langem einer der Hauptberater der Gesundheitspolitik, ist für die Folgen der „Gesundheitsreformen“ mitverantwortlich. Gleichzeitig ist er Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikkonzerns „Rhön-AG“. Auch dort erhalten Privatversicherte nachweislich deutlich schneller Termine. (WDR Sendung „ Hart, aber fair“2007).

Wir brauchen Transparenz!

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen und ihre Aufwendungen für ärztliche Behandlungen müssen transparenter gemacht werden. Das wird nur gelingen, wenn in Zukunft der Patient eine Rechnung für seine Behandlung nach einer allgemein gültigen Gebührenordnung mit angemessenen Honoraren erhält. Diese Rechnung bezahlt der Patient nach der Erstattung durch seine Kasse. In begründeten Ausnahmefällen rechnen die Ärzte direkt mit der Kasse ab. Nur so wird die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung in Haus- und Facharztpraxen in unserem Land erhalten bleiben!

Transparenz - jetzt!

Freie Ärzteschaft e.V.
V.i.S.d.P. Martin Grauduszus
Bergstraße 14
40699 Erkrath
Tel.: 02104 1385975
Fax: 02104 449732
mail@freie-aerzteschaft.de

Kopiervorlage des Informationsblattes als Download - bitte weiter verteilen!

Effizienter Personaleinsatz durch neue Aufgabenverteilung

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert eine verstärkte Übertragung ärztlicher Tätigkeiten an andere medizinische Berufsgruppen im Krankenhaus:

Die Palette übertragbarer Tätigkeiten reiche nach Angaben der beteiligten Krankenhäuser vom Standardrepertoire delegierbarer Leistungen (z.B. Verbandswechsel, Anlegen von Infusionen, venöse Blutentnahme) über das Legen von Sonden, Kathetern oder peripheren venösen Zugängen bis hin zu Funktionsuntersuchungen (z.B. Ultraschall, EKG). Zudem nannten die befragten Kliniken komplexe Tätigkeiten wie die des Case-Managements als mögliche übertragbare Tätigkeiten.

Als ich damals (86) im Krankenhaus anfing, geriet ich gerade in die Phase der selbstbewussten Neuorientierung der (psychiatrischen) Pflege. Als Folge davon durfte ich dann während der nächsten 9 Jahre jeden Morgen literweise Blut abzapfen und persönlich ins Labor tragen, bevor ich mich mit anderen Aufgaben befassen konnte. Auch i.m. Injektionen und das mehr oder weniger sinnfreie Neuanlegen von herausgerissenen Infusionen gehörte seitdem zum genuin ärztlichen Tätigkeitsfeld ;-)

Es ergibt schon einen Sinn, bestimmte Tätigkeitsbereiche zu überdenken und neu zuzuordnen. Viel wichtiger fände ich es, über die Entpflichtung von Arbeiten, die nun wirklich überhaupt nichts mit Medizin zu tun haben, nachzudenken. Beispielsweise fallen mir dazu Codier- und Transkriptionsaufgaben ein oder andere Verwaltungsakte.

In der Zusammenarbeit mit Pflegediensten kooperiere ich übrigens bis heute ohne Wimpernzucken in ganz vielen Arbeitsfeldern, zum Vorteil meiner oft doch sehr derangierten Klientel.

Wie es damit jetzt im Krankenhaus aussieht, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

Auf dem Rücken der Patienten

Der viel strapazierte und oft zitierte "Rücken der Patienten" wird erneut in Anspruch genommen. Diesmal von der Gesundheitsministerin. Die will nämlich die politischen Zankereien um den Gesundheitsfonds dadurch schlichten, dass sie das künftige Insolvenzrisiko der Krankenkassen auf die Beitragszahler verlagert.

Sollte eine Kasse Pleite gehen (etwa die AOK wegen der fehlenden Pensionsrückstellungen), haften jetzt nicht mehr, wie ursprünglich vorgesehen, die Länder, also die Steuerzahler, sondern die anderen Kassen, also deren Beitragszahler.

Da kommt ein Betrag von rund 10 Milliarden Euro auf Sie zu. So oder so. Cleveres Völkchen, diese Politiker. Am Ende sind sowieso wieder die Ärzte Schuld, weil sie überflüssige Behandlungen für 20 Milliarden Euro anbieten (so entäußerte sich Herr Zimmermann vom  Allgemeinen Patienten-Verband laut dpa)

Und die Kassengebühr soll auch wieder abgeschafft werden, möglichst ohne bürokratischen Zauber. Weil sie die gewünschte "Steuerungswirkung" verfehlt habe. Das war schon nach dem ersten Quartal klar. Aber nächstes Jahr sind ja Wahlen. Da muss man sich als Schnellmerker profilieren und sich die Kohle klammheimlich über höhere Steuern "gegenfinanzieren".