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Meuser-Affäre: KV No verschwieg der VV Kassen-Schreiben

Offenbar haben bei der Abberufung des FÄ-Vize von seinem Amt als KV-Kreisstellenvorsitzender nicht nur die zuständigen Ministerien mitgemischt. Auch die Kassen haben mit einem Schreiben an KV-Vorstand Dr. Leonhard Hansen offenbar gezielt versucht, Druck auf die KV Nordrhein auszuüben.

Das Pikante daran: Die Vertreterversammlung (VV) der KV war nach Meusers Angaben zum Zeitpunkt seiner Abberufung nicht über das Kassen-Schreiben informiert.

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Honorar im 2. Quartal 2007

Gegen die Abrechnung des 2. Quartals 2007 lege ich heute fristgerecht Widerspruch bei der KVNo ein. Der Widerspruch richtet sich u.a. gegen die folgenden Abrechnungsdetails.

Bei mir wurden laut Abrechnung 555.420 Punkte anerkannt. Die Leistungen wurden in 18.335 Minuten erbracht. Das entspricht auf der Basis von 0,779 €/min einem kalkulatorischen Arztlohn von 14.282,97 €. Die Differenz zwischen kalkulatorischem Gesamthonorar und kalkulatorischem Arztlohn, die den Kostenanteil der Praxis darstellt, beträgt 14.099,00 €.

Meine Abrechnung ergibt aber nur einen Arztlohn von 25,46 € in der Stunde oder 0,424 € in der Minute. Das sind lediglich 54% des oben angeführten, angemessenen Arztlohns.

Stolpert KVNo-Vize Enderer über seine Äußerungen zur Affäre Meuser?

Da stellt sich die demokratisch legitimierte Basis der Ärzteschaft während einer Kreisstellenversammlung geschlossen hinter den von interessierten Kreisen kaltgestellten Kollegen. Und was passiert?

Klaus Enderer vom Vorstand der KV Nordrhein geißelte im RP-Gespräch neben dem „an Sozialismus“ erinnernden Abstimmungsergebnis auch die „von Gegröle untermalte Sportpalast-Atmosphäre“ bei der Kreis-Ärzteversammlung.

Undemokratische Strukturen verorte ich eher bei der KVNo selbst als bei Hans-Peter Meuser. Mit seinem unpassenden Vergleich zur Nazi- und Stasiszene hat sich Herr Enderer selbst disqualifiziert.