Ein erhöhter Augeninnendruck muß nicht unbedingt eine Glaukomerkrankung bedeuten, behauptet die AOK. Eine Leistung der AOK ist die Untersuchung nur bei bestimmten Risikogruppen, und wenn Symptome wie Kopfschmerz, Lichtscheu oder Schwinden des Sehvermögensauftreten auftreten – die Krankheit also schon fortgeschritten und der Sehnerv geschädigt ist. Die AOK hält das für ausreichend: eine Einführung eines Screenings für Nicht-Risikogruppen ist aus ihrer Sicht nicht für sinnvoll.
Wagen Sie mehr Freiheit. Lösen Sie sich von wahltaktischen Erwägungen. Erinnern Sie sich an den Eid, den Sie auf die Verfassung geleistet haben. Vertrauen Sie den Menschen, die die Sicherheit produzieren, die Sie der Gesellschaft versprechen. Eröffnen Sie den Menschen, denen Sie diese Sicherheit versprechen, wo das Sicherheitsversprechen endet, weil es nicht mehr bezahlbar ist. Lösen Sie sich von der Vorstellung, alles sei plan- und machbar. Hüten Sie sich vor Funktionären
Sie verstehen nur Bahnhof? Beruhigen Sie sich: ich auch.
Unter strengster Geheimhaltung hat das Bundesgesundheitsministerium ein Arbeitspapier zur Änderung der ärztlichen Honorarstruktur ausgearbeitet. Der folgende Text gibt meine Interpretation des in unsäglichem Beamtendeutsch verfassten Elaborats wieder.
Möglicherweise habe ich nicht alles verstanden. Eins ist aber gewiss: es wird weiter rationiert (Sie dürfen auch "budgetiert" sagen). Also ändert sich im Grunde nichts? Doch.
Es wird ein zusätzliches Institut gegründet, das den Bewertungsausschuss beliefert, der Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen lenkt, die das Institut zuvor auf Ihre und meine Kosten mit Ihren und meinen Daten beliefert haben. Verwirrend, nicht wahr? Ich erklär's Ihnen.
Offensichtlich ist das Gesundheitsministerium bemüht, kritische Journalisten auf Linie zu bringen: Frontalunterricht statt Diskussion heißt das Motto.
Journalisten können richtig Ärger bekommen. Es beginnt vergleichsweise harmlos – etwa mit der Frage aus dem Ministerium: "Warum sollen wir uns mit Ihnen beschäftigen, wenn Sie doch anders schreiben?" Die nächste Stufe auf der Eskalationsskala heißt Medienschelte vor Kollegen - eine Diskreditierung, die in höchstem Maße unüblich ist. Als Extremfall gilt die schriftliche Intervention, die derzeit kein Einzelfall ist. :::Nachsitzen bei Ulla Schmidt ::: Die Zeit 14.9.2006
Durch den Kurs der Bundesregierung "in Richtung Staatsmedizin" drohten eine Zuteilungsmedizin, Wartezeiten, Versorgungsengpässe und Qualitätseinbrüche, heißt es in einer gemeinsam veröffentlichten "Berliner Erklärung" von zwölf Verbänden aus Gesundheitswesen, Handel, Pharmaindustrie und Beamtenschaft. ::: Gesundheit: Verbände verfassen "Berliner Erklärung" ::: Die Zeit 15.9.2006