Ein erhöhter Augeninnendruck muß nicht unbedingt eine Glaukomerkrankung bedeuten, behauptet die AOK. Eine Leistung der AOK ist die Untersuchung nur bei bestimmten Risikogruppen, und wenn Symptome wie Kopfschmerz, Lichtscheu oder Schwinden des Sehvermögensauftreten auftreten – die Krankheit also schon fortgeschritten und der Sehnerv geschädigt ist. Die AOK hält das für ausreichend: eine Einführung eines Screenings für Nicht-Risikogruppen ist aus ihrer Sicht nicht für sinnvoll.
Eine Untersuchung der Protestmittel der in der "Allianz deutscher Ärzteverbände" zusammengeschlossenen Organisationen niedergelassener Mediziner im Winter 2006/07 und Frühjahr 2006. Im Mittelpunkt stehen die Großdemonstrationen, die Massensendungen und die Reaktionen der politischen Empfänger.
Die Bundeskanzlerin klagt über ihre Gesundheitsministerin, deren Verhalten sich "am Rande der Abenteuerlichkeit" bewege. Prof. Lauterbach, im Aufsichtsrat der Rhön Kliniken, bezeichnet die Bundeskanzlerin als "beschädigt".
Sehr geehrte Damen und Herren,
noch immer sind etwa 30% aller Arztpraxen in den nächsten Monaten von Insolvenz bedroht. Diese Insolvenzen sind politisch gewollt und eine Wachstumsgarantie nur für die Arbeitslosenstatistik: allein in Wuppertal und Umgebung könnten bald 600 Arzthelferinnen auf der Straße stehen.
Die Freie Ärzteschaft und zahlreiche andere ärztliche Verbände rufen am Freitag, dem 22.9.2006, etwa 120.000 Ärztinnen und Ärzte, ihr Praxispersonal und ihre Patienten aus ganz Deutschland nach Berlin, um dort erneut auf die
fehlgeleitete Steuerungspolitik einer zerstrittenen Regierung hinzuweisen.
Aus Wuppertal werden zahlreiche Ärztinnen und Ärzte an der Demonstration teilnehmen. In Wuppertal selbst wird am Freitag nur eine Notversorgung zur Verfügung stehen. Damit erleben Sie einen Vorgeschmack darauf, wie sich die Patientenversorgung darstellen wird, wenn 200 von 600 Praxen dauerhaft geschlossen bleiben.
Die Demonstranten setzen sich für die Erhaltung des freien Arztberufes und gegen staatlich regulierte Wartlistenmedizin ein. Sie kämpfen für die Direktabrechnung zwischen Arzt und Patient und damit für Transparenz und angemessenes Honorar. Und sie kämpfen für die Erhaltung der informationellen Selbstbestimmung, indem sie die Einführung der datenschutzrechtlich bedenklichen, überteuerten "Gesundheitskarte" ablehnen.
Politiker versprechen soziale Sicherheit. Sie können aber nicht liefern.
Ärzte produzieren soziale Sicherheit. Noch.
Wagen Sie mehr Freiheit. Lösen Sie sich von wahltaktischen Erwägungen. Erinnern Sie sich an den Eid, den Sie auf die Verfassung geleistet haben. Vertrauen Sie den Menschen, die die Sicherheit produzieren, die Sie der Gesellschaft versprechen. Eröffnen Sie den Menschen, denen Sie diese Sicherheit versprechen, wo das Sicherheitsversprechen endet, weil es nicht mehr bezahlbar ist. Lösen Sie sich von der Vorstellung, alles sei plan- und machbar. Hüten Sie sich vor Funktionären
Sie verstehen nur Bahnhof? Beruhigen Sie sich: ich auch.
Unter strengster Geheimhaltung hat das Bundesgesundheitsministerium ein Arbeitspapier zur Änderung der ärztlichen Honorarstruktur ausgearbeitet. Der folgende Text gibt meine Interpretation des in unsäglichem Beamtendeutsch verfassten Elaborats wieder.
Möglicherweise habe ich nicht alles verstanden. Eins ist aber gewiss: es wird weiter rationiert (Sie dürfen auch "budgetiert" sagen). Also ändert sich im Grunde nichts? Doch.
Es wird ein zusätzliches Institut gegründet, das den Bewertungsausschuss beliefert, der Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen lenkt, die das Institut zuvor auf Ihre und meine Kosten mit Ihren und meinen Daten beliefert haben. Verwirrend, nicht wahr? Ich erklär's Ihnen.