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Wahnsinnswoche 2019:13

In dieser Woche 225 Patientenkontakte und 14 Terminausfälle. Der Terminkalender ist bis zu meinem Urlaub (3.-21.6.2019) randvoll, und ich fange schon an, Termine im Juli zu vergeben. Kurzfristige Folgetermine habe ich daher leider nicht im Angebot.


Albträume? Imagery-rehearsal therapy (pdf) hilft: schreiben Sie den Albtraum auf, schreiben Sie dann eine alternative Version mit positivem Ausgang auf, und lernen Sie diese auswendig. Medikamente sind nicht zuverlässig wirksam. Prazosin (ein aplpha-Blocker zur Blutdrucksenkung) könnte helfen, steht aber in Deutschland meines Wissens nicht zur Verfügung und wäre überdies in dieser Indikation nicht zugelassen. Von den übrigen Medikamenten, die zur Diskussion stehen, empfehle ich überwiegend Trazodon. Fluvoxamin wäre auch noch eine Idee.


In den USA wurde Ketamin jetzt zur Behandlung therapieresistenter Depressionen zugelassen. Kontext.


Trotz zahlloser Werbeanrufe, -faxe und -mails, und obwohl die Kassenärztliche Vereinigung mehrfach deutlich daran erinnert hat, dass im Falle einer Weigerung Strafzahlungen drohen, habe ich darauf verzichtet, mich an die Telematik-Infrastruktur anschließen zu lassen.

Lieber klage ich im Herbst gegen die erste zu erwartende Strafzahlung, als mir eine Blackbox in die Praxis stellen zu lassen, die mir keinen Nutzen bringt, die aber (via Versichertenstammdatenabgleich) unkontrollierbare Zugriffe auf die Daten meiner Patienten erlaubt, und für deren Sicherheit ich zu sorgen hätte - ohne selbst Einfluss auf die Gesprächigkeit des Konnektors zu haben, dafür aber sämtliche Folgekosten zu tragen hätte. Da ist die Strafzahlung billiger ;-)

Die Sonder-Vertreterversammlung der KV Nordrhein zum Termin-Servicegesetz hat sich auch mit diesem Thema beschäftigt.


Soulfood: Blue Boy - Remember Me. Zugabe: Tame Impala - Remember Me. Und das Original: Marlena Shaw Woman of the ghetto

Schlafen Sie gut!

Jasmin als Valiumersatz (08.07.2010) - DocCheck News

Statt Schlaftablette oder Stimmungsaufheller könnte auch Jasminduft helfen: Forscher entdeckten, dass die Duftstoffe Vertacetal-coeur und die chemische Variante den gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie Barbiturate oder Propofol.

Der Link zum Originalartikel

Schlafstörungen

Gibt es nicht mehr. Das heisst jetzt: nichterholsamer Schlaf! Gleichwohl leiden etwa 25% der Bevölkerung zumindest vorübergehend daran.

In psychiatrischen Praxen wird häufig über Ein- und Durchschlafstörungen oder über frühmorgendliches Erwachen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Tagesbefindlichkeit geklagt, denn bei den meisten psychischen Erkrankungen ist der Nachtschlaf gestört. Umgekehrt können Schlafstörungen zu psychischen Erkrankungen (Depression, Sucht) führen.

Die Leitlinie „Nichterholsamer Schlaf“ der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin soll helfen, den Umgang mit schlafgestörten Patienten zu erleichtern.

Am Anfang steht die Aufklärung über Schlaf-Wach-Rhythmik, Schlafbedürfnis und Schlaffähigkeit.

Das Bedürfnis nach Schlaf und die Schlaffähigkeit etwa variieren bei Gesunden zwischen 4 und 10 Stunden. Mit zunehmendem Alter werden die Tiefschlafanteile seltener, der Schlaf wird als leichter und störanfälliger empfunden. Manchmal besteht die unrealistische Erwartung, mit 80 Jahren noch 8 Stunden durchgehend und ungestört schlafen zu wollen. Solche und ähnliche Annahmen über "richtigen" Schlaf müssen korrigiert werden.

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