Was ist das für ein Gesundheitssystem, das seine Ärzte dazu zwingt, sich entweder für das Wohl des Patienten, oder für das eigene, wirtschaftliche Überleben zu entscheiden?
Ich halte mich oft im Ausland auf (zumindest virtuell), und dabei bin ich neulich auf diesen Artikel eines US-Kollegen gestoßen. Darin schreibt er unter anderem:
The government is not paying enough to make a good business case to accept M/M; instead it is relying on the consciences of primary care physicians like me who are willing to put up with the huge hassle of the system.
Frei auf deutsche Verhältnisse übertragen heißt das:
Die Regierung zahlt nicht genug, um Ärzte mit der Behandlung von GKV-Patienten wirtschaftlich überleben zu lassen. Statt dessen baut sie auf den Berufsethos dieser Ärzte, der sie dazu treibt, die Schikanen des Systems weiter auf sich zu nehmen.
Statt "Regierung" könnte ich auch "Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen" sagen, aber das träfe nicht den Kern: immerhin bestimmt die Legislative (also die Regierung) die Rahmenbedingungen, und Ärzte und Krankenkassen werden zu Ausführungsgehilfen degradiert. Und Patienten spielen als Kostenfaktor ohnehin nur eine marginale Rolle.
Nach einer Umfrage der Stiftung Warentest haben fast zwei Drittel der Befragten beim letzten Tierarztbesuch bis zu 100 Euro ausgegeben. Knapp ein Fünftel gaben zwischen 101 und 300 Euro an.
Folgerichtig muss bei der eigenen Gesundheit gespart werden:
Ein Quartal beim Psychiater beispielsweise kostet nur rund 50 Euro. Und die müssen nicht mal bar auf den Tisch des Hauses.
Das zentrale adhs-netz ist ein bundesweites Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS).
Das Netzwerk richtet sich sowohl an Experten als auch an Betroffene, ihre Angehörigen und Bezugspersonen. Es informiert außerdem die Öffentlichkeit über ADHS.
Wenn das nicht für Gesprächsstoff im Wartezimmer sorgt: Die Gehälter vieler Krankenkassen-Chefs sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. An der Spitze der Gehaltsskala liegt Norbert Klusen. Der Chef der Techniker Krankenkasse erhält 270.979 Euro im Jahr. Auf Platz zwei der Kassen-Topverdiener liegt DAK-Vorstand Herbert Rebscher. Sein Jahresgehalt erhöhte sich laut DAK-Pressesprecher im vergangenen Jahr um rund 4.000 Euro auf insgesamt 235.287 Euro, berichtete „Arzt am Abend“ gestern.
Den ausführlichen Bericht über dieses Thema hat die Redaktion von facharzt.de als „Sonderdruck“ aufbereitet – dieser kann beliebig vervielfältigt, verbreitet oder in der Praxis für die Patienten aufgehängt werden. Laden Sie die Datei hier herunter.