Kleiner Rant zum 1. Mai
Falls es demnächst noch schwieriger wird, Termine bei psychiatrischen Fachärztinnen / Psychotherapeutinnen zu bekommen: wenden Sie sich an die aktuelle Gesundheitsministerin, Frau Warken (CDU).
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll die Vergütung ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen um 2,41 Milliarden Euro (5%) gekürzt werden. Gestrichen werden sollen insbesondere die Finanzierung für die schnelle Terminvergabe, die offene Sprechstunde und die psychotherapeutische Kurzzeitbehandlung.
Der Honorarumsatz in Euro je Arzt/PT, Psychiatrie, betrug von 2018 bis 2023 zwischen 45.000 und 50.000 Euro. Dafür wurden in Nordrhein durchschnittlich 600 Menschen behandelt.
Honorarumsätze nach Fachgruppe und Region. KBV 13.1.2026
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung hat abgeschätzt, wie sich die Streichung auf das GKV-Honorar im Jahr 2027 voraussichtlich auswirken wird. Psychiatrische Praxen verlieren demnach 15.500 Euro.
Das wären dann 30% weniger Honorar und damit sind nur noch 420 statt 600 Behandlungen finanzierbar. Sämtliche Anreize für eine schnelle Terminvergabe sind weg. Clevere Idee, Frau Warken.
Soulfood: Angine de Poitrine - Fabienk